Immaterielles Kulturerbe – kurz IKE – das sind lebendige Traditionen, die einer Gemeinschaft ein Gefühl der Identität und Kontinuität vermitteln, wie beispielsweise Tanz, Theater, Musik, Bräuche, Feste, überliefertes Wissen und traditionelle Handwerkstechniken. Diese kulturellen Ausdrucksformen werden entscheidend von menschlichem Wissen und Können getragen und zeichnen sich durch ihre Vielfalt aus. Sie werden von Generation zu Generation weitergegeben und dabei in Auseinandersetzung mit der Umgebung – also etwa Natur bzw. Gesellschaft – fortwährend neu gestaltet.
Seit dem Jahr 2003 stellt die UNESCO im Rahmen des „Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes“ kulturelle Ausdrucksformen in den Fokus der Öffentlichkeit – darunter den spanischen Flamenco, die japanische Puppentheatertradition oder die iranische Teppich-Knüpfkunst. Überall auf der Welt soll überliefertes Wissen und Können, das einen wesentlichen Bestandteil unserer Alltagskulturen ausmacht, als immaterielles Kulturerbe sichtbar gemacht sowie Maßnahmen unterstützt werden, die zur Erhaltung und Weiterentwicklung geeignet sind. Die Bundesrepublik Deutschland ist dem UNESCO-Übereinkommen im Jahr 2013 beigetreten. Neben dem Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes gibt es in Bayern ein eigenes Bayerisches Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes.
Aktuelle Meldungen
FÜRACKER: IMMATERIELLES KULTURERBE FÜR JEDEN SICHTBAR MACHEN – KREATIVE MOMENTAUFNAHMEN GESUCHT! - Fotowettbewerb „Immaterielles Kulturerbe. Sichtbar lebendig.“ vom 17. Oktober 2026 bis 17. Februar 2027 // Bis zu 800 Euro Preisgeld gewinnen
„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Und ein einzelner Schnappschuss kann eine ganze Geschichte erzählen – von Handwerkstechniken oder Tanzschritten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, von der Sorgfalt, dem Wissen und Können und der Begeisterung der Menschen, die unser immaterielles Kulturerbe pflegen und mit Leben füllen. Der ‚Internationale Tag des Immateriellen Kulturerbes‘ der UNESCO am 17. Oktober würdigt den Reichtum des kulturellen Erbes weltweit. Anlässlich dessen wollen wir in Bayern gelebte Traditionen besonders in den Fokus rücken: Mit unserem Fotowettbewerb ‚Immaterielles Kulturerbe. Sichtbar lebendig.‘ laden wir alle dazu ein, diese lebendige Vielfalt mit der Kamera einzufangen und so für jeden sichtbar zu machen. Machen Sie mit und erzählen Sie mit Ihren Fotos die Geschichten hinter unserem immateriellen Kulturerbe. Die prämierten Bilder erhalten Preisgelder von bis zu 800 Euro. Ich freue mich auf Ihre persönlichen Momentaufnahmen!“, kündigt Finanz- und Heimatminister Albert Füracker den Wettbewerbsstart zum 17. Oktober 2026 an. [...]
Weitere Informationen rund um den Fotowettbewerb und zu den Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.ike.bayern.de/erforschen/fotowettbewerb.
mehrFÜRACKER: AUSZEICHNUNG FÜR ZEHN LEBENDIGE TRADITIONEN IN BAYERN - Heimatminister überreicht Aufnahmeurkunden im Heimatministerium Nürnberg
Unser immaterielles Kulturerbe ist ein wertvoller Schatz, der unsere Gesellschaft prägt und zusammenhält. Die lebendigen Traditionen und das vielfältige Wissen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, bereichern das gesellschaftliche Leben, wirken identitätsstiftend und machen Bayern einzigartig. Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Leidenschaft und Kreativität die Menschen hier ihre Bräuche und Fertigkeiten bewahren und weiterentwickeln. Die Aufnahme in das Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes ist eine Anerkennung für dieses außergewöhnliche Engagement. Wer unsere Traditionen pflegt, trägt aktiv dazu bei, dass unsere Heimat lebendig bleibt und auch künftige Generationen ihre Wurzeln spüren können. Für Ihr herausragendes Engagement verdienen Sie größte Anerkennung und ein herzliches Vergelt’s Gott – Sie sind echte Gestalter unserer Heimat. Es ist mir eine besondere Freude, heute zehn der insgesamt 21 Neuaufnahmen im festlichen Rahmen im Heimatministerium Nürnberg würdigen und persönlich auszeichnen zu dürfen!“, betont Finanz- und Heimatminister Füracker bei der Urkundenübergabe am Donnerstag (9.7.) in Nürnberg. [...]

