Immaterielles Kulturerbe – kurz IKE – das sind lebendige Traditio­nen, die einer Gemeinschaft ein Gefühl der Identität und Kontinuität vermitteln, wie beispielsweise Tanz, Theater, Musik, Bräuche, Feste, überliefertes Wissen und traditionelle Handwerkstechniken. Diese kulturellen Ausdrucksformen werden entscheidend von menschlichem Wissen und Können getragen und zeichnen sich durch ihre Vielfalt aus. Sie werden von Generation zu Generation weitergegeben und dabei in Auseinandersetzung mit der Umgebung – also etwa Natur bzw. Gesellschaft – fortwährend neu gestaltet.

Seit dem Jahr 2003 stellt die UNESCO im Rahmen des „Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes“ kulturelle Ausdrucksformen in den Fokus der Öffentlichkeit – darunter den spanischen Flamenco, die japanische Puppentheatertradition oder die iranische Teppich-Knüpfkunst. Überall auf der Welt soll überliefertes Wissen und Können, das einen wesentlichen Bestandteil unserer Alltagskulturen ausmacht, als immaterielles Kulturerbe sichtbar gemacht sowie Maßnahmen unterstützt werden, die zur Erhaltung und Weiterentwicklung geeignet sind. Die Bundesrepublik Deutschland ist dem UNESCO-Übereinkommen im Jahr 2013 beigetreten. Neben dem Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes gibt es in Bayern ein eigenes Bayerisches Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes.

 


Aktuelle Meldungen

  • 29.03.2022

    FÜRACKER: 10 NEUAUFNAHMEN IN DAS BAYERISCHE LANDESVERZEICHNIS DES IMMATERIELLEN KULTURERBES - Verzeichnis zeigt vielfältigen Schatz des kulturellen Erbes Bayerns // Insgesamt nun 66 Eintragungen enthalten

    „Das Bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes wächst wieder: 10 kulturelle Ausdrucksformen sind jetzt neu aufgenommen. Unsere kulturellen Schätze wie Bräuche, Feste, Musik, Naturwissen und traditionelle Handwerkstechniken sind wichtiger Bestandteil unserer Heimat. Das Verzeichnis macht diese kulturelle Vielfalt auf besondere Weise für alle sichtbar. Insgesamt enthält es nun schon 66 Eintragungen“, betont Finanz- und Heimatminister Albert Füracker anlässlich der Neuaufnahmen. „Die Pflege und der Erhalt der Traditionen genießen in Bayern einen sehr hohen Stellenwert. Der vielfältige kulturelle Schatz wird von unzähligen engagierten Bürgerinnen und Bürgern bewahrt und weitergegeben – ihnen gilt mein herzlichster Dank! So bleiben die Traditionen lebendig“, freut sich Füracker. [...]

    Zur Pressemitteilung vom 29. März 2022

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  • Reiterin bei Ritt durch Wallfahrtskirche St. Willibald
    Foto: Hubert Mayer, 2017
    10.03.2022

    FÜRACKER: WILLIBALDSRITT JESENWANG IN BUNDESWEITES VERZEICHNIS AUFGENOMMEN! - Anerkennung für bayerisches immaterielles Kulturerbe

    „Der Willibaldsritt in Jesenwang steht bereits seit 2020 im Bayerischen Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Ab sofort ist er als kulturelle Ausdrucksform auch im Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes zu finden!“, freut sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker über die Entscheidung der Kulturministerkonferenz. „Von insgesamt 131 Einträgen im Bundesverzeichnis sind 33 bayerisch. Das zeigt wie vielfältig Bräuche, überliefertes Naturwissen und traditionelle Handwerkstechniken in Bayern gelebt und bewahrt werden und macht den kulturellen Reichtum unserer bayerischen Heimat sichtbar. Unzählige Menschen in Bayern pflegen ihr und unser kulturelles Erbe – ihnen gilt mein herzlichster Dank! Durch die Weitergabe von Generation zu Generation sorgen sie dafür, dass die Traditionen für die Zukunft lebendig erhalten werden“, so Füracker. [...]

    Zur Pressemitteilung vom 10. März 2022

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